ATTAC GEGEN RECHTS:

 

echtsradikalismus heißt Gewalt und Hass gegen Andersdenkende. Attac ist eine globalisierungskritische Organisation, die sich für eine gerechte Gestaltung des Globalisierungsprozesses einsetzt und somit für ein friedliches Miteinander zwischen den Menschen und Völkern der Erde. Attac kämpft gegen Antisemitismus und rechtsradikales Gedankengut. Rechte Globalisierungsgegner und Querfrontstrategen haben bei uns keine Chance!

 


Georg Restle zu Rassismus in Deutschland

chlimme Bilder sind das aus den USA, ein schlimmer Rassismus und ein schlimmer Präsident, der seine Ku-Klux-Klan-Gesinnung wie einen Keil in die amerikanische Gesellschaft treibt. Alles weit weg? Hat nichts mit uns zu tun? Haben wir da etwa ein Rassismus-Problem? Und wie!

In der Politik sowieso, wo die größte Oppositionspartei im Bundestag ein Tummelplatz für Erz-Rassisten ist, die Deutsche nur mit reinem weißem Stammbaum so richtig Deutsch finden. Bei der Polizei, wo Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderem Aussehen immer noch viel leichter ins Fadenkreuz geraten als der angeblich weiße Durchschnittsdeutsche.

In vielen Medien, wo fast täglich rassistische Stereotypen bedient werden, als seien Menschen nur deshalb gefährlicher oder krimineller, weil ihre Hautfarbe dunkler ist.

Im Alltag, wo Arbeitgeber und Vermieter dann doch lieber Menschen bevorzugen, die eher in ihr Bild des „klassischen“ Deutschen passen.

Und wo Werbekampagnen für Aufruhr sorgen, nur weil darin zu wenig weiße Deutsche vorkommen.

All das ist Rassismus – und er reicht weit hinein in Milieus, die sich sonst ganz gerne mal als liberal und weltoffen bezeichnen. Da hört man ihn dann auch oft, diesen Satz: „Ich bin zwar kein Rassist, aber…“ Genau hinter diesem ABER offenbart er sich allerdings: Der scheinheilige, unverhohlene Rassismus der gesellschaftlichen Mitte.

Sie finden das jetzt alles ein bisschen überzogen?

Dann sprechen Sie doch mal mit Menschen dunklerer Hautfarbe über die vielen großen und kleinen Widerwärtigkeiten, denen sie in diesem Land immer wieder ausgesetzt sind.

Sie finden, man sollte Deutschland nicht mit den USA gleichsetzen?

Da haben Sie recht. Aber das Krebsgeschwür des Rassismus breitet sich weltweit aus – und schleichend: Und dann werden aus Worten Parolen und aus Gedanken Ideologien und aus Vorurteilen Ausgrenzung und Gewalt. Ob in Minneapolis, Hanau oder anderswo.

(Georg Restle, Monitor 5.6.2020)

 

Es sind keine Einzelfälle, die auf den bundesweiten Protesten lautstark kritisiert werden. Dass innerhalb der Polizei rechtsextreme und rassistische Ideologien vertreten sind, ist insbesondere in Hessen bekannt. Doch bisher wird das Problem auf systemischer Ebene kaum anerkannt.

Beispiel Kleve: Auch Amad Ahmad stirbt an einem Feuer in einer Zelle

Amad Ahmad: Im September 2018 starb Amad Ahmad aus Syrien nach mehreren Wochen Untersuchungshaft an Brandverletzungen in seiner Gewahrsamszelle im nordrhein-westfälischen Kleve. Ahmad soll die Zelle selbst in Brand gesetzt haben, doch die offiziellen Gutachten werfen Fragen auf, unter anderem dazu, warum es so lange dauerte, bis das Personal der JVA Kleve reagierte. Noch vor seinem Tod war klar, dass Ahmad unschuldig verhaftet wurde. Recherchen von Monitor zeigten, dass die Polizei in Kleve wusste, dass sie den falschen Mann festgenommen hatten. Doch die Ermittlungen in diesem Fall wurden 2019 eingestellt.

 


 

"Aufstehen gegen Rassismus!" Unter diesem Motto hat sich ein bundesweites Bündnis gegründet, das dem Rechtsruck in Deutschland offensiv entgegenwirken will. Attac ist dabei. Die 120 Erstunterzeichner_innen kommen zudem aus Gewerkschaften, Parteien, Umweltverbänden, Jugendorganisationen, Religionsgemeinschaften, antirassistischen Initiativen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen. Der Aufruf kann ab sofort auch von weiteren Personen und Organisationen unterzeichnet werden.

"Wir stehen für eine offene und gerechte Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt und ein besseres Leben für alle!", heißt es in dem Aufruf. Es gelte, aus dem Reagieren herauszukommen und öffentlich sichtbar ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus zu setzen.

 

Ausbildung von "StammtischkämpferInnen" am 03.12.2016

An der Ausbildung nahmen einige Mitglieder von attac-Niederrhein teil.

Als Trainerin und Trainer konnten Kollegin Anna Müller, Berliner Bündnis gegen Rechts und Kollege Herbert Schmidt, langjährige Leiter des Leiter des ver.di Bildungs- und Begegnungszentrums Clara Sahlberg in Berlin am Wannsee gewonnen werden.

Zu den Teilnehmerinnen Und Teilnehmern des Workshops zählte auch Klaus Klar, Arbeitsdirektor der Rheinbahn AG, mit der klaren Botschaft, dass rechte Parolen und Rassismus bei der Rheinbahn AG keinen Platz haben!

Der Workshop bot neben vielen Informationen und dem persönlichen Austausch auch die aktive Auseinandersetzung mit Situationen des Alltags und die Teilnehmer übten in Rollenspielen die direkte Auseinandersetzung mit solchen unangenehmen Gegebenheiten.

Für die Erkenntnis, dass so etwas auch Spaß machen kann, sorgten Anna Müller und Herbert Schmidt. Dafür dankten ihnen alle Teilnehmer des Workshops und man trennte sich in der festen Absicht, dass gemeinsame Ziel, gegen Rassismus auszustehen und ihn zu bekämpfen, weiter zu verfolgen.