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Sozialticket - Chronik der Ereignisse |
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Initiative stellt erneut Bürgerantrag für ein Sozialticket |
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Nachdem ein Bürgerantrag der Initiative „Sozialticket Niederrhein jetzt!“ für ein Sozialticket im Frühjahr 2009 vom Kreistag Wesel abgelehnt worden ist, hat sich die Initiative im September 2011 dazu entschlossen, erneut einen Antrag zu stellen. Anlass dazu war die Entscheidung des VRR-Verwaltungsrates in Essen ein „Sozialticket“ einzuführen, dass am 1. November 2011 im VRR Bereich eingeführt werden und 29,90 € kosten soll. Nach einer Zusammenführung der VRR und VGN Tarifgebiete könnte dieses Ticket auch im Kreis Wesel Gültigkeit erlangen. Eine Entscheidung dazu steht allerdings noch aus. In dem Bürgerantrag kritisieren die Unterzeichner unter anderen den viel zu hohen Preis. Dort heißt es: „Der hohe Preis wird unserer Einschätzung nach dazu führen, dass das „VRR-Sozialticket“ nur von wenigen Menschen in Anspruch genommen wird. Beim Pilotprojekt in Dortmund haben wir erlebt, dass die Zahl der Sozialticket-Abonnenten massiv einbrach, als der Preis zum 1.2.2010 von 15 € auf 30 € angehoben wurde: Die Zahl fiel von über 24.000 auf mittlerweile unter 8.000 Abos. Der erste Preis war ganz offenkundig halbwegs passend, der zweite nicht. Die Folge wird sein, dass nur diejenigen Menschen das Ticket nutzen werden, die mit niedrigstem Einkommen besonders stark auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind und sich deshalb schon früher zum Kauf einer Monatskarte (zum Normalpreis) entschieden haben. Das wird nach unserer Einschätzung unweigerlich zu Mindereinnahmen und schließlich auch zum endgültigen Aus für das Projekt „VRR-Sozialticket“ führen.“ Weiterhin kritisieren die Unterzeichner das relativ kleine Tarifgebiet. „Dies geht – gerade in den kleineren Städten und Flächenkreisen – an der Lebensrealität vieler Berechtigter vorbei. Die nächstgelegene günstige Einkaufsmöglichkeit befindet sich oft im angrenzenden Stadtteil der Nachbarkommune. Der befristete und schlecht bezahlte Minijob befindet sich mit hoher Sicherheit nicht in der nahegelegenen Ortschaft. Dazu wird der Kauf eines zusätzlichen Tickets vonnöten sein.“ heißt es im Antrag. |
Anstelle dessen fordern die Unterzeichner ein Sozialticket, das seinen Namen verdient und möglichst allen Menschen im Kreis Wesel zur Verfügung gestellt werden soll, dessen Einkommen unter die Armutsgrenze fallen. Es soll sowohl als Monatsticket, das nicht mehr als 15,- € kosten sollte, als auch als günstiges Viererticket erhältlich sein. Es soll rund um die Uhr im gesamten Kreisgebiet gültig sein. „Die Kreisstadt Wesel muss von allen Orten im Kreis mit diesem Ticket erreichbar sein.“ so die Forderung der Initiative. Hier ist unser Antrag vom September 2011 für den Kreis Wesel Ein ähnlicher Antrag wurde im Kreis Kleve gestellt. Er wird von Rolf Wennekers (DGB Vorsitzender), Dietmar Stalder (KAB Vorsitzender), Klaus Bender (Pfarrer) und Dr. Heike Knops (Pfarrerin und Mitglied des Wiss. Beirates von ATTAC D) unterstützt. Hier ist unser Antrag vom September 2011 für den Kreis Kleve Unser Antrag wurde am 20.10.2011 vom Kreistag Wesel abgelehnt und das 30 Euro Ticket wurde angenommen. Dennoch hat die Kreistagsitzung gezeigt, dass Bewegung in die Diskussion gekommen ist. Diese wäre ohne die Aktivitäten der Initiative nicht zustande gekommen. Die Bündnisgrünen haben einen zusätzlichen Antrag eingebracht, der schließlich auch von der SPD, der VWG und dem Kreistagmitglied der Linken mitgetragen wurde. Darin wird die Verwaltung aufgefordert ein 9 Uhr Ticket für 15 Euro zu prüfen und wenn möglich parallel zum „VRR- Sozialticket“ einzuführen. Wir betrachten das als einen Minischritt in die richtige Richtung. |
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Zum "VRR-Sozialticket" |
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Am 19. Juni 2011 hat der VRR-Verwaltungsrat in Essen ein „Sozialticket“ beschlossen. (Siehe Link zum VRR). Nachdem das Ticket noch im Februar 2011 auf der Kippe stand und viele das Aus befürchtet hatten, steht nun fest, dass das „VRR-Sozialticket“ am 1. November 2011 im VRR Bereich eingeführt wird. Das Pilotprojekt ist zeitlich bis zum 31.12.2012 begrenzt. Nach dem Ablauf des Projektes soll unter Beteiligung eines Wirtschaftsprüfers das Projekt auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Für das „VRR-Sozialticket“ soll es weiterhin eine Ausstiegsklausel für Kommunen und Kreise geben. Die möglichen Einnahmeausfälle bei den Verkehrsbetrieben sollen durch die Kommunen ausgeglichen werden. So könnte per Kreistagsbeschluss auf die Einführung des „Sozialtickets“ im Kreis verzichtet werden. Entsprechende Überlegungen gibt es bereits u.a. in Wuppertal und Dortmund. „VRR-Sozialticket“ im Kreis Wesel? Merkmale des „VRR-Sozialtickets“ http://www.vgn-online.de/47-0-zeitfahrausweise.html Erhebliche Bedenken http://www.mdr.de/fakt/artikel41160_dosArt-artikel67330_zc-1d821ae0.html
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Zu teuer Zu kurze Reichweite Folgen Wir fordern ein Sozialticket, das ALLEN Bedürftigen zu Gute kommt, eine bedarfsgerechte Mobilität garantiert und zu einem erschwinglichen Preis zu erstehen ist. |
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Viertes Forum für ein Sozialticket Am Samstag, den 28. Mai 2011 veranstaltete die Initiative "Sozialticket Niederrhein Jetzt!" das vierte Forum für ein Sozialticket in Moers, dass unter dem Motto "Arm trotz Arbeit" stand. Eingeladen sind dazu waren Horst Schmitthenner vom Verbindungsbüro Soziale Bewegungen der IG Metall, das VRR Verwaltungsratsmitglied Mario Krüger aus Dortmund sowie der Fraktionsvorsitzende der Münsteraner Linken Raimund Köhn.
Für Musik sorgte Norbert Müsch & Martin Böing-Messing. Die Moderation hatte Ingo Kübler. |
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15. April 2011 Appell für ein Sozialticket Nach vielen Versprechungen und Ankündigungen durch die politisch Verantwortlichen befürchten wir nach einigen Pressemitteilungen, dass das Sozialticket im VRR nun doch nicht realisiert werden soll. Wir haben daraufhin mit einem Appell an die Landtagsabgeordneten der Kreise Kleve und Wesel reagiert. Dem Appell der Initiative haben sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Gewerkschaften angeschlossen.
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Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren, nach vielen Versprechungen und Ankündigungen durch die politisch Verantwortlichen in unserem Land befürchten wir nach einigen Pressemitteilungen, dass das Sozialticket im VRR nun doch nicht realisiert werden soll. So sagte das VRR-Vorstandsmitglied Klaus Vorgang (SPD) am 16.2. vor der Presse: „Nach jetzigem Stand der Dinge ist das nicht finanzierbar“. Zudem bekannte er, dass die 30 Millionen Euro, die das Land jährlich für Sozialtickets in ganz NRW bereitstellen wolle, schon allein für das VRR-Ticket nötig seien. ... weiterlesen Unterzeichner: |
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Drittes Forum für ein Sozialticket Am Samstag. den 17. April 2010 veranstaltete die Initiative "Sozialticket Niederrhein Jetzt!" das dritte Forum in der Jugendkuturwerkstatt "Exit" in Xanten. Im Vorfeld der Landtagswahl stand ein Vortrag zu "Arm und Reich am Niederrhein" von Ingo Kübler und eine anschließende Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen auf dem Programm.
Auf dem Podium waren: Dr. Heike Knops (Moderation), Ingo Kübler (Attac Niederrhein), Bodo Wißen (MdL), Inge Höger (MdB), Mario Krüger (Grüne DO VRR VR), Stefan Pfeifer (DGB NRW), Jürgen Widera (KdA), Martin Mohr (KAB) Kreis Kleve lehnt Sozialticket ab Der Kreisausschuss Kleve hat unseren Bürgerantrag zur Einführung eines Sozialtickets am 25. Februar 2010 abgelehnt. Zweites Forum für ein Sozialticket Am Samstag. den 9. Mai 2009 trafen sich ca. 25 UnterstützerInnen der Initiative "Sozialticket Niederrhein Jetzt!" zum zweiten Forum im ev. Gemeindehaus in Xanten. In fünf verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelten die TeilnehmerInnen fantasievolle Aktionen, die alles das gemeinsame Ziel verfolgen, die Forderung nach einem Sozialticket am Niederrhein zu unterstützen. Fragebogenaktion Schwarzfahraktion
Aktuelle Infos findet ihr hier! Radiosendung: Kommunalwahlaktion Die Kreistagskandidatinnen und Kandidaten sind befragt worden. Aktuelle Infos findet ihr hier! Kreistag Wesel lehnt Einführung Sozialticket ab
Der Kreistag Wesel hat am 19. März 2009 unseren Bürgerantrag zur Einführung eines Sozialtickets zur Kenntnis genommen und den Antrag der SPD - Fraktion abgelehnt. Hier der offizielle Wortlaut (Quelle: Kreis Wesel): Der Kreistag hat folgenden Beschluss (vgl. Bürgeranregung - Anlage zu Drucksache-Nr. 753/VII) abgelehnt: Der Kreistag beschließt die Einführung eines Sozialtickets. Bezugsberechtigt
sind alle im Kreis Wesel lebenden Menschen, die
unter die Armutsrisikogrenze fallen. Der Kreistag führt Verhandlungen mit dem Kreis Kleve, mit dem Ziel, dieses Sozialticket kreisübergreifend für die Kreise Wesel und Kleve einzuführen. Das
Sozialticket ist als Monatsticket erhältlich und kostet nicht mehr als
15 . Das Sozialticket ist rund um die Uhr im Kreisgebiet gültig. Abstimmungsergebnis: mit Mehrheit bei 7 Ja-Stimmen und 28 Enthaltungen Die SPD Fraktion lehnt somit ihren eigenen Antrag ab. Angst vor der eigenen Courage?
Dennoch sind wir nicht mit leeren Händen nach Hause gefahren. Während der Sitzung hat Martin Kusters von der VWG einen spontanen Antrag gestellt, der vom Kreistag dann doch angenommen wurde. Der Kreistag hat danach auf mündlichen Antrag der VWG beschlossen: Abstimmungsergebnis: mit Mehrheit bei 32 Gegenstimmen Abstimmungsergebnis: einstimmig Unser Bürgerantrag Hier gibt es unseren Bürgerantrag an den Kreis Wesel vom Januar 2009 als pdf-Dokument
Erstes Forum für ein Sozialticket Am
25. Oktober 2008 veranstaltete Attac-Niederrhein ein "FORUM für ein Sozialticket Niederrrhein". Helmut Eigen (Sozialforum Dortmund) und Herbert Looschelders (Sozialberater) die Einführung eines Sozialtickets am Niederrhein. Unser Aufruf Den Aufruf vom Sommer 2008 "Sozialticket Niederrhein Jetzt!" als pdf-Dokument bekommt ihr hier! |
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